Übersicht
Politisches
Persönliches
Lyrisches
Satirisches
Geschäftliches
Bildendes
Rechtliches
Suchen mit Google
 

Woran es in Deutschland klemmt

Nehmen wir an, es gibt einen Unternehmer, der in Deutschland ein mittelständisches Unternehmen gründen will, dort Umsätze machen, Mitarbeiter beschäftigen und Steuern zahlen will.
Seine Firma ist eine Co. KG, die er in das Handelsregister eintragen lässt. Wir schreiben den 1. April im Jahre des Herrn 2005. Frohen Mutes findet er den zuständigen Notar, der die Handelsregistereintragung beantragt. Der nächstmögliche Notartermin ist am 29. April desselben Jahres. Schon drei Wochen später, am 20. Mai hat er seine Handelsregisternummer.
In weiser Voraussicht hat er Anfang April seine Gewerbeanmeldung auch schon ohne diese Nummer vorgenommen, damit das zuständige Finanzamt ihm baldmöglichst einen Fragebogen zusenden kann, den er ausfüllt, um eine Steuernummer zugeteilt zu bekommen, ohne die er keine Umsatzsteuer-ID-Nummer bekommt, ohne die er kein Angebot schreiben darf. Das gutwillige Gewerbeamt teilt ihm mit, dass er selbstverständlich die Anmeldung schon vornehmen kann, obwohl er ja eigentlich noch keine Handelsregisternummer hat, die in dem Antrag eigentlich angegeben werden müsste. So weit so gut.
Bedauerlicherweise kam der Durchschlag der Gewerbeanmeldung auf dem Postweg zum Finanzamt abhanden, so dass das Finanzamt erst tätig werden konnte, als die Mitteilung über die Eintragung im Handelsregister eintraf. Schon eine Woche später kam der Fragebogen bei unserem Unternehmer an, der ihn selbigen Tages ausfüllte und per Fax an das Finanzamt schickte, selbstverständlich nebst einer beglaubigten Kopie des Gesellschaftsvertrages, ohne den die notwendige Prüfung der Nummererteilungsvoraussetzungen nicht erfolgen konnte. Die tüchtigen Mitarbeiter des Finanzamtes hatten den Fall auf telefonisches Drängen in Windeseile bearbeitet, so dass schon eine Woche später eine Steuernummer für die Firma unseres Unternehmer gefunden war.
Wir schreiben den 27. Mai 2005.
Aufgrund der Überlastung des Bundesamtes für Finanzen und der dortigen Mitarbeiter besonders im sich abzeichnenden Sommerhalbjahr und den vielfältigen Urlaubsansprüchen die vorwiegend dann abzuwickeln sind, dauerte die Zuteilung einer Umsatzsteuer-ID-Nummer ausnahmsweise drei Wochen, aber parallel dazu konnte glücklicherweise die Betriebsnummer im zuständigen Arbeitsamt und die Mitgliedsnummer bei der Industrie- und Handelskammer erteilt werden. Außerdem hatte die Firma auch schon längst eine Telefonnummer und die Kontonummer konnte nach Erteilung der Handelsregisternummer auch vergeben werden, so dass an Nummern kein wirklicher Mangel herrschte. Am 17. Juni war der große Tag: Die Firma hatte auch noch die notwendige Umsatzsteuer-ID-Nummer, die es ermöglichte Kunden erste Angebote zu machen.
Der Unternehmer hatte in weiser Voraussicht eine Limited in England gegründet, übrigens innerhalb von 5 Tagen ohne irgend eine fehlende Nummer und mit Apostille des britischen Handelsministeriums, denn sonst wären bis zur Gründung der Co. KG zum Zweck der Gründung der GmbH weitere 2 Monate Vorlauf erforderlich gewesen.
Am 30. Juni konnte also die erste Rechnung geschrieben werden, die am 1. August als Guthaben in der Kasse des Unternehmens landete.
Fünf Monate von der Gründung bis zum ersten Umsatz.

Hoch lebe die deutsche Bürokratie!

 


  Versager, Verlierer und Folter
Selbst in Kreisen, in denen man den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA und ihrer Verbündeten gegen den Irak noch lange Zeit wohlwollend damit entschuldigte, dass eine der "schlimmsten Diktaturen unserer Zeit" damit beendet wurde, ist die Zustimmung zu Bushs politischem und moralischem Amoklauf auf den Nullpunkt gesunken. mehr ...

  Bomben, Terror und Protagonisten
Es begab sich im Jahre des Herrn 2003, als die letzten gemäßigten Kräfte in der amerikanischen Politik ihren Einfluss eingebüßt hatten und die neokonservativen Falken die Macht übernommen hatten, da hörte Dubya die Stimme des "Herrn" und die sprach: Dir ist gegeben alle Gewalt, wenn schon nicht im Himmel, dann eben auf Erden. mehr ...